Tag der deutschen Einheit – Freude, Trauer und Mahnung zugleich.

07/10/2014 Posted by Admin

10722648_1495186494080453_364044353_oJedes Jahr ist der 3. Oktober von wichtiger Bedeutung, denn er wird als offizieller Tag der deutschen Einheit gefeiert(Inoffizielles Datum ist der 9.November, der aber aufgrund des Schuldkultes nicht genommen wurde).

Vor 25 Jahren fiel die Grenze zwischen Ost- und Westdeutschland. Ein Tag der Freude, der Erleichterung, des Glückes und für viele der Neubeginn eines neuen Lebens. Die Bewohner der Deutschen Demokratischen Republik konnten seit dem Jahre 1989 in „Freiheit“ leben.
Für die jüngere Generation unter uns, die nach 1989/1990 geboren ist, eine unvorstellbare Situation und bei den Älteren ist einiges nach so einer langen Zeit in Vergessenheit geraten. Aus diesem Grund kamen Alt und Jung zusammen, um an genau den Orten Revue passieren zulassen an dem die Innerdeutsche Grenzanlage entlang verlief.10726968_1495186657413770_73513843_o
Treffpunkt war ein Sandparkplatz zwischen Wietingsbek und Schlagbrügge. Heute ist es nur noch die Landesgrenze zwischen Schleswig Holstein und Mecklenburg Vorpommern, doch damals die Grenze zwischen der BRD und der DDR, zwischen Kapitalismus und dem Kommunismus, zwischen Marktwirtschaft und Planwirtschaft und zwischen Freiheit und gefängnisartiger Lebenshaltung. Die nationalen Aktivisten lasen die ca. 2,5m hohe schwarze Informationstafel auf dem, die Geschehnisse der Grenzeröffnung stehen und fingen an zu realisieren, dass dieser Ort für die damaligen DDR Bewohner , der Zugang in eine andere Welt war.
10683074_1495186624080440_2038195676_oIm Zeitraum der Grenzeröffnung krachte die Parole „Wir sind ein Volk!“ durch das ganze Land, Fahnen mit den Farben Schwarz-Rot-Gold wehten durch das Land und man fühlte förmlich die Brüderlichkeit. Die Wandergruppe führte an diesem Tag auch die Fahne, in den Farben des Befreiungskrieges von 1813 bis 1815, bei sich und wurde stets von den vorbei gehenden Menschen gegrüßt, auf dem Grenzweg durch das Naturschutzgebiet am Mechower See.
Schon beim Verlassen des Waldrandes konnte ein alter Grenzwachturm entdeckt werden. Der Anblick auf die 10720783_1495186607413775_674244154_oAußenanlage des Grenzhuuses in Schlagsdorf brachte Kälte in den Ausflug. Schon waren die Qual und die Unterdrückung jedem bewusst, umso näher sie den Teilstücken der Grenzanlage kamen. Alle Teile der ausgestellten Grenzanlage konnten begutachtet werden und mit weiteren Informationen das eigene Wissen erweitert werden.
Nachdem Rundgang der Außenanlage stellten sich alle Teilnehmer zusammen und ein Aktivist ergriff das Wort. Die Zeit des Gedenkens für die Opfer des DDR-Regimes war gekommen. Vor den Augen der Besucher des DDR-Mahnmales wurde an die mindestens 872 Toten an der 10720435_1495186627413773_1235678586_oInnerdeutschen Grenze gedacht, an die 55 Opfer des 17. Juni 1953 Aufstands und an die 135 Toten an der Berliner Mauer. Würdevoll, ohne ein Ton zu sagen und mit Rosen in der Hand ging die Gruppe zum Grenzstein am Schlagsdorfer Grenzhuus und hielten dort eine Schweigeminute ab, danach wurden die Rosen abgelegt und sie gingen weiter in Richtung Mechow.
Auf dem Weg stehen weitere Schilder, hier wird über die Umgebung und über Vorkommnisse an den Orten während10712269_1495186600747109_1694546927_o der DDR Zeit informiert. Nach dem letzten Schild kurz vor Mechow sammelten sich noch einmal alle direkt am Mechower See. Der Redner hatte die ehemalige DDR im Rücken und beendete auch hier die Veranstaltung mit den letzten Worten:

„ In der Zeit des Kalten Krieges war es den Kriegstreibern gelungen, dass deutsche Brüder sich gegenüber standen und zu jeder Sekunde bereit waren sich zu erschießen. Die NVA und die Grenzsoldaten sind der beste Beweis, denn Sie schossen ihre eigenen V10718765_1495186644080438_945035473_oolksgenossen auf Befehl antideutscher Interessen ab. Jeder Flüchtling wurde als „Verräter“ gesehen und so behandelt. Diese Geschehnisse dürfen sich in keinem Fall wiederholen, gerade in der jetzigen politischen Lage, ist der Blick in die Vergangenheit umso wichtiger. Wir wollen nie wieder einen Bruderkrieg, nie wieder Unterdrückung freier Völker und keine Fremdbestimmung im eigenen Land.

Wir sind ein Volk!

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