Die Ostsee im Winter erleben

11/01/2015 Posted by Admin

10 SteilküsteBereits im Dezember wurde für eine Wanderung gleich zum Jahresanfang geworben. Zu diesem Zeitpunkt waren die Temperaturen schon unter dem Nullpunkt und wir versprachen uns, daß diese Wanderung ein „Härtemarsch“ wird. Doch das Wetter machte uns „leider“ einen Strich durch die Rechnung!

Die Wanderung war für Sonntag, den 04.01.2015 angesetzt. Am vorherigen Tag bestimmten noch Regen und starke Böen den Tagesablauf. Wir hofften vorher, daß zumindest der Regen aufhört, damit wir trocken ans Ziel kommen.

Doch am morgen des Wandertages durften alle Teilnehmer, die sich bereits in den morgen Stunden trafen, einen herrlichen Sonnenaufgang genießen und die Vorfreude war riesig. Angekommen an der Ostsee, genauer gesagt am Grömitzer Yachthafen, begann die Wanderung. Der Wind kam aus westlicher Richtung und traf die Wanderer am Ostseestrand nicht. Die Wintersonne machte es sogar möglich, daß einige ihre Jacken auszogen und wir keine „Härtewanderung“ vollzogen, sondern eher eine „Genesungswanderung“ bestreiten durften. Die Sonne, das Meer und die frische Luft waren für alle eine Wohltat, nach dem von Regen und Dunkelheit geprägten Dezembertagen.11 Steinewerfer

Für einen Abstecher zum Gut „Ruhleben“ mußten die Wanderer den Ostseestrand erst einmal verlassen und gingen durch einen Ruheforst, welcher direkt an der Steilküste angelegt wurde. Am Gut angekommen, waren wir von dem Anblick dieses alten aber noch gut erhalten Gebäude begeistert. Im Innenhof liefen noch Hühner durch die Gegend und der Wassergraben um das Gut rundet das idyllische Lebensbild perfekt ab. Direkt bei dem Gut stand eine Sitzbank, dort gab es eine Stärkung, mit Kuchen, Keksen und Tee. Ein ortskundiger Kamerad hatte viel über die Orte, Gebäude und Geschichten rund um Grömitz 15 Weg zur Seeund Neustadt i.H. zu berichten und so konnten alle ihr Wissen über die Urlaubsregion an der Ostsee erweitern. Gerade die weit angereisten Kameraden aus Hamburg waren von all den schönen Eindrücken begeistert und man sah ihnen ihre Freude geradezu an.

Weiter an der Ostsee in Richtung Neustadt konnte schon aus einiger Entfernung ein weißer Turm am Horizont wahrgenommen werden. Dieser diente zum Abfangen von Funksprüchen und zur Überwachen der ehemaligen DDR, welche am anderen Ende der Lübecker Bucht an die Ostsee grenzte.13 Steinewerfer

Zu dieser Zeit hatte der gebürtige Ostholsteiner einige Geschichten über die damaligen Geschehnisse auf Lager und umso dichter wir uns der Hafenstadt Neustadt in Holstein näherten, um so mehr waren weitere Spaziergänger unterwegs. Selbst diese lauschten den Geschichten unseres Kameraden und blickten, wenn er uns etwas zeigte auch in die jeweilige Richtung.

Natürlich durfte kurz vor Schluss der Wanderung eine Küstentradition nicht gebrochen werden. So nahmen wir uns alle kleine Steine und versuchten diese durch werfen so oft wie möglich auf dem Wasser springen zu lassen. Am Ende des14 Leuchtturm Tagesausfluges, waren sich alle Wanderer einig, daß dieser Tag nach geschätzten 18 km Fußmarsch auf dem lockeren Strandsand zwar ein wenig anstrengend war, aber durch die vielen Informationen, die schöne Aussicht und durch die kameradschaftliche, freundliche und lustige Atmosphäre innerhalb der Gruppe ein wertvoller Tag für landesweite Koordination, für die Zusammenkunft neuer Bekanntschaften und für die persönliche Fitness darstellte.
Herzogtum Lauenburg, 04.01.2015

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